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START-UP LEXIKON


Wir haben hier für euch die wichtigsten Begriffe zum Thema Start-up und Beteiligungskapital zusammengestellt.
 
 

A

Accelerator

Acceleratoren verfolgen ähnliche Ziele wie Inkubatoren. Sie unterscheiden sich aber in ihrem Rahmen. In der Regel haben Acceleratoren einen festen Rahmen und Starttermin. Zu diesem Termin starten dann mehrere vorher ausgewählte Start-ups. Während einer Bootphase von wenigen Monaten werden die Start-ups intensiv mit dem Ziel betreut, zum Ende des Programms ein erstes marktfähiges Produkt zu schaffen. Zum Abschluss finden ein sogenannter Demo Day statt, bei denen sich die geförderten Start-ups Investoren vorstellen.

B

Beteiligung

Die Beteiligung eines Investors wird im Gesellschaftsvertrag und vor allem im Beteiligungsvertrag geregelt. Weitere wichtige Verträge im Zusammenhang mit einer Beteiligung sind die Geschäftsordnung und Geschäftsführerverträge.

Beteiligungskapital
Beteiligungsvertrag
Bezugsrecht
Bootstrapping
Business Angel

C

Crowdinvesting, Crowdlending

Das ist eine Finanzierungsform, bei der eine Vielzahl von Investoren mit geringen Geldbeträgen ein junges Unternehmen oder ein Projekt finanzieren. Bei einem Crowdinvesting stellen die Investoren das Geld in Form eines nachrangigen Darlehens ohne Sicherheiten zur Verfügung. In der Regel werden hier höhere Zinsen bezahlt als bei einem Crowdlending. Beim Crowdlending wird das Darlehen beispielsweise durch Bürgschaften oder anders besichert. Es gibt diverse Internet-Plattformen, die eine Crowdfinanzierung ermöglichen.

D

Down Round Protection

Im Fall einer niedrigeren Bewertung des Start-ups in einer späteren Finanzierungsrunde wird ein Verwässerungsschutz festgelegt. Das bedeutet, dass ein vorheriger Investor bei einer Down-Round (niedrigeren Bewertung) so gestellt wird, als hätte er sein Investment auf Basis der aktuell günstigeren Bewertung vorgenommen. Dieses wird in der Regel auf einen Zeitraum oder die nächste Finanzierungsrunde beschränkt. Siehe auch Step Up.

Drag Along Recht
Due Diligence

F

Family Office

Vermögende Unternehmer und deren Angehörige lassen ihr Geld oft von sogenannten Family Offices verwalten. Diese Family Offices nehmen Vermögen erst ab mehrstelligen Millionenbeträgen an. Durch die Nähe zum Unternehmertum werden nach aktuellen Zahlen bis zu 50% des Vermögens in Unternehmensbeteiligungen, d.h. Aktien und Private Equity angelegt. D.h. neben Venture Capital Gesellschaften können auch Family Offices eine gute Möglichkeit für die Finanzierung eines Start-ups sein. Family Offices treten in der Regel nicht prominent in der Öffentlichkeit auf, so dass es ohne Kontakte schwierig ist, mit ihnen in Kontakt zu kommen.

G

Gesellschaftsvertrag

Im Gesellschaftsvertrag wird im Zusammenhang mit einer Beteiligung durch einen Investor nur das notwendigste geregelt. Der Gesellschaftsvertrag wird beim Handelsregister hinterlegt und ist öffentlich zugänglich. Alles Weitere wird in einem separaten Beteiligungsvertrag geregelt, der nicht öffentlich zugänglich ist.

Geschäftsführeranstellungsvertrag
Geschäftsordnung
Garantien der Gründer

I

Inkubator

Inkubatoren sind Einrichtungen, die Gründern optimale Bedingungen für das Heranwachsen ihres Unternehmens schaffen. Der Begriff Inkubator bzw. Brutkasten kommt ursprünglich aus der Medizin. Es gibt eine Vielzahl von Inkubatoren, beispielsweise an Universitäten etc., die mit Coachings, Infrastruktur wie Büroräume Start-ups unterstützen. Start-ups, die von Inkubatoren unterstützt werden, haben eine deutlich höhere Chance am Markt zu bestehen.

Neben den öffentlichen Einrichtungen haben sich auch Corporate Inkubatoren auf die Unterstützung von Start-ups in frühen Phasen konzentriert. inQventures unterstützt bei der Zusammenstellung des Gründerteams, stellt Infrastruktur wie Büroräume zur Verfügung und hilft nicht nur strategisch bei dem Aufbau der IT-Struktur sondern auch bei der professionellen Umsetzung mit erfahrenen Architekten und Entwicklern.

K

Kapitalerhöhung

Das Investment eines Investors zur Finanzierung eines Start-ups kommt in einem bestehenden Unternehmen durch eine Kapitalerhöhung, d.h. durch neu zu schaffende Anteile der Gesellschaft und nicht durch die Übertragung bzw. Verkauf bestehender Anteile. Zweck der Finanzierung ist z.B. die Skalierung des Unternehmens und nicht die Auszahlung von Altgesellschaftern. Dazu wird das Stammkapital der Gesellschaft erhöht. Die Anteile übernimmt der Investor. Das darüber hinaus vereinbarte Investment stellt der Investor entweder als Kapitalrücklage oder als nachrangiges Darlehen zur Verfügung. Siehe auch Verwässerungsschutz.

L

Letter-of-Intent (LOI), Term-Sheet, Heads of Agreement

Ein Letter-of-Intent ist eine schriftliche Absichtserklärung zweier Parteien, mit der sie ihr grundsätzliches Interesse am Abschluss eines Vertrages bekunden. Es werden grob Inhalte des Hauptvertrages beschrieben, beispielsweise wirtschaftliche Vorstellungen. In der Regel ist die Absichtserklärung unverbindlich, dennoch wird in Beteiligungsverhandlungen oft rechtlich verbindlich für eine gewisse Zeit Exklusivität und die Vertraulichkeit der ausgetauschten Informationen vereinbart.

Liquidationspräferenz

M

Meilensteine

Die Auszahlung von Beteiligungskapital ist je nach Höhe oft in Tranchen gestaffelt und an Meilensteine gebunden, die das Start-up erzielen muss. Meilensteine sollten immer an objektiv zu ermitteln KPIs gekoppelt sein, beispielsweise erzielter Umsatz in einem bestimmten Zeitraum, Absolute Anzahl Mitglieder in einer Community oder Anzahl Neuanmeldung in einem bestimmten Zeitraum.

Mitverkaufsrechte und Mitverkaufspflichten

N

Nachrangiges Darlehen

Ein nachrangiges Darlehen wird in der Start-up Finanzierung oft mit einer Eigenkapitalbeteiligung kombiniert. Nachrangige Darlehen gehören zum sogenannten Mezzanine-Kapital, die im Falle einer Liquidation oder Insolvenz im Rang hinter anderen Forderungen stehen. Diese Darlehen werden verzinst und mit einem Fälligkeitsdatum ausgestattet. Gegenüber der Eigenkapitalbeteiligung hat das nachrangige Darlehen den Vorteil, dass es immer noch vor dem Rang des Eigenkapitals steht. Eigenkapital Investoren erhalten insbesondere bei einer Liquidation oder Insolvenz immer als letztes Geld, wenn noch welches vorhanden ist. Der Nachteil ist, dass sich aus dem nachrangigen Darlehen kein Mitspracherecht ergibt. Deswegen werden beide Finanzierungsformen kombiniert.

Non Disclosure Agreement (NDA)

S

Smart Kapital

Smart Kapital bezeichnet Investoren bzw. Investitionen in ein Start-up, die neben Beteiligungskapital langfristige und strategische Managementunterstützung, ausgerichtet ist und das Unternehmen durch Erfahrung und Netzwerke schneller an das Ziel bringt. Wir von inQventures definieren Smart Kapital noch etwas weiter und bringen zusätzlich smarte „operative“ IT Unterstützung aus unserer jahrelangen Erfahrung mit ein. Marktzugänge (Netzwerke) sind eine ganz wichtige Voraussetzung für einen schnellen Erfolg des Start-ups am Markt. Gründer setzen immer mehr auf Smart Kapital, weil Netzwerke und Erfahrungen oft den entscheidenden Vorteil bringen, um sich am Markt durchzusetzen.

Step Up Regel

T

Tag Along Recht

Das Tag Along Recht sichert einem Investor bzw. Anteilseigner das Recht zu, seine Anteile zum gleichen Preis zu verkaufen, zu dem ein anderer Anteilseigner seine Anteile an einen Käufer verkauft. In der Regel ist dieses anteilig. Das dient zum Schutz von kleineren Investoren an einem guten Verkaufspreis partizipieren zu können und darüber hinaus nicht mit einem fremden Gesellschafter alleine gelassen zu werden.

V

Vesting

Das Know How eines Start-ups konzentriert sich insbesondere in der Anfangsphase bei den Gründern. Um zu verhindern, dass das operative Know How das Unternehmen verlässt, bestehen Investoren auf eine Vesting Regel im Beteiligungsvertrag. Je nach Zeitpunkt und Grund muss der Gründer beim Verlassen des Unternehmens Anteile zum nominalen Wert oder mit niedriger Bewertung abgeben. Entscheiden ist zudem, ob der Gründer das Unternehmen unverschuldet (sog. Good-Leaver) oder aus einem wichtigen Grund (sog. Bad-Leaver) verlässt.

In dem Zusammenhang wird eine bestimmte Zeit definiert, für die eine Vesting Regel gilt und kann in Perioden unterteilt werden, die die Folgen individuell bestimmen. Dazu ist die Vesting Regel auch bei einem Exit wichtig. Das Know How der Gründer muss an neue Know How Träger übergeben werden und Gründer müssen sich oftmals verpflichten, eine gewisse Zeit weiter im Unternehmen zu verbleiben.

Verwässerungsschutz (Anti Dilution)
Venture Capital

W

Wettbewerbsverbot
Für einen Investor ist ein Wettbewerbsverbot für die Geschäftsführer (Gründer) obligatorisch. Das Wettbewerbsverbot gilt für die Zeit der Geschäftsführung und nachdem er das Start-up als Geschäftsführer verlassen hat. Für die Zeit nach dem Ausscheiden, i.d.R. bis zu zwei Jahren, wird für den ausgeschiedenen Geschäftsführer eine Karenzentschädigung vereinbart

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